Bei einer bundesweiten Schwerpunktprüfung hat der Zoll auch in der Region Heilbronn zahlreiche Baustellen kontrolliert. Insgesamt 47 Einsatzkräfte des Hauptzollamt Heilbronn waren auf 13 Baustellen im Einsatz und überprüften unter anderem Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung, Mindestlohn sowie korrekte Sozialversicherungsanmeldungen. Dabei wurden 131 Personen befragt, zudem kontrollierten die Beamten Ausweisdokumente und Geschäftsunterlagen von insgesamt 43 Betrieben.
Nach ersten Erkenntnissen gibt es mehrere Verdachtsfälle. In sieben Fällen stehen mögliche Verstöße wegen Vorenthaltens von Arbeitsentgelt im Raum, darunter vier Fälle von mutmaßlicher Scheinselbstständigkeit. Außerdem fanden die Ermittler Hinweise auf illegale Ausländerbeschäftigung, einen möglichen Mindestlohnverstoß sowie weitere Unregelmäßigkeiten wie Verstöße gegen Melde- oder Ausweispflichten.
Die Kontrollen fanden neben Heilbronn auch im Landkreis Heilbronn, im Landkreis Ludwigsburg sowie im Main-Tauber-Kreis statt. Laut Zoll sind solche Schwerpunktkontrollen häufig erst der Auftakt für weitere Ermittlungen, die später zu Straf- oder Bußgeldverfahren führen können.