Das Kreisforstamt Heilbronn warnt vor einer starken Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners im Landkreis. Seit Mai seien zahlreiche neue Nester gemeldet worden. Besonders betroffen sind Waldränder sowie junge und lichte Eichenwälder. Spaziergänger und Waldbesucher sollten deshalb besonders aufmerksam sein.
Seit den 1990er Jahren breitet sich die Art durch den Klimawandel zunehmend in Deutschland aus. Die Raupen bilden ab dem dritten Larvenstadium feine Brennhaare, die das Nesselgift Thaumetopoein enthalten. Diese können durch den Wind verbreitet werden und bereits ohne direkten Kontakt zu Hautausschlägen, Augenreizungen, Atemwegsbeschwerden oder in seltenen Fällen zu schweren allergischen Reaktionen führen.
Nach einem Kontakt mit den Brennhaaren empfiehlt das Kreisforstamt, die Kleidung sofort zu wechseln, zu duschen und die Kleidung bei mindestens 60 Grad zu waschen. Bei Augen- oder Atembeschwerden sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Für die Eichen selbst stellt der aktuelle Befall nach Angaben des Kreisforstamts meist kein ernstes Problem dar. Da sich die Bäume in der Regel wieder erholen, sind derzeit keine Pflanzenschutzmaßnahmen geplant. Die größte Gefahr gehe aktuell von den Raupen für die Gesundheit der Menschen aus.