Vor dem Landgericht Ellwangen ist es nach einem Amateurfußballspiel zu einem Zivilprozess gekommen. Ein Spieler des SSV Stimpfach klagt gegen einen Akteur des SV Brettheim auf Schadensersatz und mindestens 6.000 Euro Schmerzensgeld, nachdem er sich bei einem Kreisliga-Spiel am 27. Oktober 2024 das rechte Schienbein gebrochen hatte. Der Schiedsrichter hatte das Foul in der 50. Minute lediglich mit Gelb geahndet.
Der Kläger spricht von einem brutalen und rücksichtslosen Einsteigen, der Beklagte von einem normalen Zweikampf. Sieben Zeugen wurden Ende Januar vernommen, ein weiterer fehlte entschuldigt; der Unparteiische war nicht als Zeuge benannt. Das Urteil soll noch heute verkündet werden.
Rechtlich geht es um die Frage, wann ein Fußballspieler für Verletzungen haftet. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshof haftet ein Sportler nur, wenn er schuldhaft gegen die Regeln verstößt und dabei einen Gegner verletzt – nicht jedoch bei regelgerechtem, fairem Einsatz.