Radioaktives Polonium-Fläschchen: Erste Entwarnung nach Großeinsatz

07. April 2026 , 14:43 Uhr

Zwei Männer fanden an Ostern bei der Eiersuche in einem Vorgarten in Vaihingen an der Enz ein Fläschchen mit der Aufschrift „Polonium 210″ und lösten damit einen Großeinsatz mit 138 Einsatzkräften und 41 Fahrzeugen aus. Das baden-württembergische Umweltministerium gab am Folgetag vorsichtig erste Entwarnung: Erste Messungen im Umfeld des Fläschchens ergaben keine Radioaktivität, eine abschließende Analyse erfolgt in der Landesanstalt für Umwelt in Karlsruhe.

 

Die Feuerwehr hatte das Behältnis zunächst als echt eingeschätzt, da es professionell beschriftet und mit rund 200 Gramm ungewöhnlich schwer war, passend zum tatsächlichen Gewicht von Polonium 210. Anwohner mussten zeitweise ihre Wohnungen verlassen; nach dem Abtransport des Fläschchens durch Experten des Landesumweltministeriums wurde das Wohngebiet wieder freigegeben.

 

Die Polizei ermittelt, wie das Fläschchen in den Vorgarten gelangte. Polonium 210 wurde bekannt als das Gift, mit dem der Putin-Kritiker Alexander Litwinenko 2006 in London ermordet wurde.

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