Niederstettener Bürgermeisterin wegen Urkundenfälschung vor Gericht

21. Januar 2026 , 09:18 Uhr

Vor dem Landgericht Ellwangen muss sich ab heute Heike Naber, die Bürgermeisterin aus Niederstetten, wegen des Vorwurfs der Urkundenfälschung verantworten. Die 55-Jährige soll im September 2019 im Rathaus den Wortlaut eines nicht-öffentlichen Gemeinderatsbeschlusses bewusst verändert haben, um den Umfang ihrer Ermächtigung zu erweitern.

Nach der Anklage tauschte sie anschließend die ursprüngliche Niederschrift gegen eine von ihr geänderte Version aus, obwohl sie dazu keine Verfügungsbefugnis mehr gehabt haben soll. Gegenstand des Verfahrens ist ausschließlich Urkundenfälschung, nicht jedoch Untreue, wie das Gericht betont.

Zum Prozessauftakt sind acht Zeuginnen und Zeugen geladen, überwiegend Gemeinderäte und Verwaltungsmitarbeiter. Ob bereits am ersten Verhandlungstag ein Urteil fällt, ist offen – es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.

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