Im Prozess um Betrug mit Corona-Tests hat das Landgericht Heilbronn gestern ein Urteil gefällt. Ein 45-jähriger Mann aus Beilstein bei Heilbronn wurde wegen Computerbetrugs in 15 Fällen zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Außerdem sollen rund 1,7 Millionen Euro eingezogen werden.
Der Angeklagte hatte laut Gericht über Monate hinweg Corona-Tests abgerechnet, die größtenteils nie durchgeführt wurden. Insgesamt soll er mehr als 170.000 Tests fingiert und so hohe Auszahlungen von der Kassenärztlichen Vereinigung erhalten haben.
Die Taten spielten sich zwischen 2021 und 2023 im Raum Heilbronn ab. Der Mann betrieb mehrere Testzentren, führte aber nur einen kleinen Teil der gemeldeten Tests tatsächlich durch.
Der Fall zeigt, wie anfällig das System der schnellen Testabrechnungen während der Corona-Pandemie für Missbrauch war. Mit dem Urteil setzt das Gericht nun ein deutliches Zeichen gegen solche Betrugsfälle.