Nach gefälschten Corona-Tests in Millionenhöhe – Haftstrafe für 45-Jährigen

25. März 2026 , 07:47 Uhr

Im Prozess um Betrug mit Corona-Tests hat das Landgericht Heilbronn gestern ein Urteil gefällt. Ein 45-jähriger Mann aus Beilstein bei Heilbronn wurde wegen Computerbetrugs in 15 Fällen zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Außerdem sollen rund 1,7 Millionen Euro eingezogen werden.

Der Angeklagte hatte laut Gericht über Monate hinweg Corona-Tests abgerechnet, die größtenteils nie durchgeführt wurden. Insgesamt soll er mehr als 170.000 Tests fingiert und so hohe Auszahlungen von der Kassenärztlichen Vereinigung erhalten haben.

Die Taten spielten sich zwischen 2021 und 2023 im Raum Heilbronn ab. Der Mann betrieb mehrere Testzentren, führte aber nur einen kleinen Teil der gemeldeten Tests tatsächlich durch.

Der Fall zeigt, wie anfällig das System der schnellen Testabrechnungen während der Corona-Pandemie für Missbrauch war. Mit dem Urteil setzt das Gericht nun ein deutliches Zeichen gegen solche Betrugsfälle.

Betrug Corona Haftstrafe Landgericht Heilbronn Test

Das könnte Dich auch interessieren

09.04.2026 Prozess um Führerschein-Betrug: Auch Fahrschulen verwickelt In Heilbronn steht eine mutmaßliche Bande vor Gericht, die Führerscheine als käufliche Ware angeboten haben soll. Am Donnerstag startet der Prozess gegen eine der größten Banden organisierter Führerscheinkriminalität in Deutschland. Unter den fünf Angeklagten sind zwei Inhaber von Fahrschulen. Über ein Netzwerk wurden Doppelgänger für die Kunden ermittelt, welche gegen Bezahlung die Führerscheinprüfung an Stelle 06.03.2026 Haftstrafe nach Fälschung bei theoretischer Führerscheinprüfung Ein 31-jähriger Mann wurde am Landgericht Heilbronn vor allem wegen banden- und gewerbsmäßiger Fälschung beweiserheblicher Daten zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Ihm wurden 31 Taten zwischen Februar 2024 und Juni 2025 vorgeworfen. Er soll sich seinen Lebensunterhalt verdient haben, indem er theoretische Führerscheinprüfungen im Namen von Fahrschülern absolvierte. Zudem soll er Teil einer Bande sein, 20.02.2026 Verletzte „Familienehre“: Urteil wird angefochten Das Landgericht Heilbronn hat sieben junge Männer verurteilt, darunter einen wegen versuchten Mordes. Jedoch legen sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung Revision in einem Fall ein. Die ihnen zur Last gelegten Tat ereignete sich im September 2024. Dabei griffen die bewaffneten Männer einen 18-Jährigen und seinen Vater in ihrer Wohnung an, um „die Familienehre“ zu retten. 04.02.2026 Mutmaßlicher Schläger vor Gericht: Prozess wegen mehrfacher Körperverletzung und Widerstand startet am Landgericht Heilbronn Vor dem Landgericht Heilbronn beginnt heute um 09:30 Uhr, der Prozess gegen einen  Angeklagten wegen Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und weiterer Delikte. Laut Anklage soll der Mann im Juli 2025 in Neckarsulm zunächst einen Unbeteiligten an einer Ampel geschlagen und später seinen Vater schwer verletzt haben, der unter anderem Gesichts- und Rippenfrakturen erlitt. Gegen einschreitende