Die Stadt Heilbronn hebt nach vielen Jahren die Hundesteuer an. Der Gemeinderat beschloss, dass ab 1. Januar 2027 neue Sätze gelten: Für den ersten Hund werden künftig 132 Euro fällig, das entspricht einer Steuererhöhung von 22 Euro. Für jeden weiteren Hund werden 264 Euro fällig. Deutlich stärker fällt die Erhöhung bei gefährlichen Hunden aus – hier steigt die Steuer von 300 Euro auf 600 Euro, für jeden weiteren sogar auf 1.200 Euro.
Mit der Anpassung reagiert die Stadt auf bislang vergleichsweise niedrige Sätze, insbesondere bei sogenannten Kampfhunden. Gleichzeitig soll die Maßnahme auch eine lenkende Wirkung entfalten und die Haltung solcher Tiere eindämmen. Insgesamt rechnet die Stadt durch die Änderungen mit Mehreinnahmen von rund 94.000 Euro jährlich.
Neu ist außerdem eine Steuerbefreiung für Assistenzhunde: Wer einen entsprechend geprüften Hund hält, kann künftig auf Antrag von der Steuer befreit werden. Die Stadt sieht darin auch einen weiteren Schritt hin zu mehr Inklusion, nachdem Heilbronn bereits als assistenzhundefreundliche Kommune ausgezeichnet wurde.