Die Bundespolizei Stuttgart hat am Dienstag mehrere Sprachschulen und Wohnungen im Raum Stuttgart und Heilbronn wegen Verdacht auf falsch ausgehändigte Sprachzertifikate durchsucht. Hintergrund sind Zugewanderte, die nachweispflichtig Sprachzertifikate benötigen, es aber an den dafür notwendigen Sprachkenntnissen mangelt.
Diese Nachweispflicht bot Raum für ein kriminelles Geschäftsmodell, bei dem ein Sprachzertifikat bis zu 3.000 € kostete und ohne deutsche Sprachkenntnisse erworben werden konnte. Vorläufige Ermittlungen schließen auf weit über 100 Taten, laut Polizei.
Bei den Durchsuchungen beschlagnahmte die Polizei Bargeld in Höhe von 152.000 € und Vermögenswerte in Höhe von 72.000 €.