"Einen Löwen würde ich mir nie zulegen."

20. Juli 2023 , 17:19 Uhr

Der Heilbronner Hotelier Hans-Peter Gaupp hält seit Jahrzehnten privat Geparden. Wie er die aktuelle Situation in Berlin sieht.

Seit den frühen Morgenstunden beschäftigt eine offenbar freilaufende Löwin Berlin und Brandenburg. Einwohner sollen zuhause bleiben und nicht in den Wald gehen. Das Tier könne sich im Berliner Bezirk Zehlendorf befinden, teilt die Polizei mit. Unter Aufsicht soll es vom Veterinäramt betäubt werden. 

Für Hans-Peter Gaupp ist es völlig unverständlich, wie so etwas passieren konnte: „Solche Großraubkatzen sind völlig unberechenbar. Ich würde mir nie einen Löwen zulegen“. 

Das mag für manche auf den ersten Blick widersprüchlich wirken, denn der Heilbronner Hotelier hält seit den 60er-Jahren Geparden, also Raubtiere, bei sich zuhause. „Ein Gepard ist die harmloseste aller Raubkatzen und kommt einem Hund viel näher“, erzählt er im Radio Ton Interview. „In freier Wildbahn hat ein Gepard nie eine Person umgebracht“. Geparde sind keine Großkatzen, sondern Kleinkatzen. Zu den Kleinkatzen zählen beispielsweise auch Pumas, Luchse und natürlich Hauskatzen. Der Unterschied zu Großkatzen besteht unter anderem darin, dass die Kleinkatzen bei der Ein- und Ausatmung ununterbrochen Schnurren können.

Wie Gaupp reagieren würde, wenn er einem entlaufenen Löwen gegenübersteht? „Die Raubkatze will allem, was flieht, hinterher. Also würde ich zumindest stehen bleiben“, empfiehlt der Wildkatzen-Liebhaber. Ein zahmer Gepard habe es jedoch nie gelernt seine Beute zu töten: „Ich würde mich nie gegen einen aggressiven Hund stellen. Aber gegen einen Gepard genügt jederzeit ein Besen, um das Tier auf Abstand zu halten.“ 

Viele Heilbronnerinnen und Heilbronner kennen Gaupp und seine Tiere. Die Gefahr, dass ein Gepard ausbricht und in Heilbronn herumspaziert, ist trotzdem eher gering. Seit etwa einem Jahr hat Gaupp keinen Gepard mehr. Seine Tiere seien außerdem immer ordnungsgemäß gesichert gewesen. Auch für die Gäste in der Park-Villa bestand nie eine Gefahr. 

Entlaufene Großraubtiere stellen natürlich immer eine Gefahr dar. Gaupp würde daher im Fall eines Falles auch die Polizei informieren, die dann das Tier mithilfe von Experten und Betäubungsgewehren einfängt.

Das könnte Dich auch interessieren

06.03.2026 Opernfestspiele Heidenheim (OH!) stehen in den Startlöchern Die 62. Saison der Opernfestspiele Heidenheim wird vom 6. Juni bis 26. Juli auf und rund um den Heidenheimer Schlossberg stattfinden. Das Motto dieses Jahr lautet „MachtMenschen“ und soll mit verschiedensten Inszenierungen zum Leben erweckt werden. „Wir leben in einer Zeit globaler Spannungen, politischer Polarisierung und wachsender Unsicherheiten.“, so Marcus Bosch, der Festspielintendant. Mit dem Motto 06.03.2026 Haftstrafe nach Fälschung bei theoretischer Führerscheinprüfung Ein 31-jähriger Mann wurde am Landgericht Heilbronn vor allem wegen banden- und gewerbsmäßiger Fälschung beweiserheblicher Daten zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Ihm wurden 31 Taten zwischen Februar 2024 und Juni 2025 vorgeworfen. Er soll sich seinen Lebensunterhalt verdient haben, indem er theoretische Führerscheinprüfungen im Namen von Fahrschülern absolvierte. Zudem soll er Teil einer Bande sein, 06.03.2026 Erster FSME-Fall im Ostalbkreis: So kann man sich schützen Obwohl der Frühling gerade erst beginnt, wurde bereits die erste FSME-Infizierung im Ostalbkreis gemeldet. Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine von zwei Krankheiten, die Zecken übertragen können. Gegen FSME kann man mit einer Impfung vorsorgen, um schwerwiegende Schäden am zentralen Nervensystem oder am Rückenmark zu verhindern. Diese wird von der Krankenkasse übernommen und wird ausdrücklich empfohlen. Gerade 05.03.2026 450.000 Euro für Ostwürttemberg: Die Wahlkreisabgeordneten freuen sich Das Programm „RegioStrat“ der Bundesregierung soll regionale Zukunftsplanung stärken. Die zuständige Bund-Länder-Kommission wird nun dafür das Vorhaben „Ostwürttemberg VernEEtzt 2.0“ mit 450.000 Euro fördern. Das kommt laut der Wahlkreisabgeordneten Dr. Inge Gräßle sehr gelegen, um die „Region Ostwürttemberg auf die vielfältigen Veränderungen wie beispielsweise Klimaanpassung, Struktur-wandel, Energiewende oder demografische Entwicklung vorzubereiten.“. „Der Der Regionalverband Ostwürttemberg