Vesperkirchen im Land starten wieder

211105 Vesperkirche

Sie sollen Orte der Begegnung und des Kennenlernens sein: Die Vesperkirchen der Region. Auch im zweiten Jahr der Pandemie gibt es diese kirchlichen Angebote. Allerdings gelten auch für die Vesperkirchen die neuen Regeln der Corona-Warnstufe.

Vesperkirche to go in Ellwangen

Die Vesperkirche einfach ausfallen lassen war für Pfarrer Martin Schuster aus Ellwangen keine Option. Schon im letzten Jahr hat er gemeinsam mit seinen vielen Helferinnen und Helfern ein Konzept erarbeitet, wie die Vesperkirchen auch während einer Pandemie stattfinden können. Damals wie heute heißt die Lösung: Vesperkirche to go, also ein Angebot zum Mitnehmen. „Das ist etwas bitter für uns, weil die Gespräche und die Begegnungen ein wesentliches Element der Gemeinschaft der Vesperkirchen sind“, sagt Pfarrer Schuster im Radio Ton Gespräch. Ganz den Kontakt zu den Menschen wolle er aber auch nicht verlieren. Darum eben wieder die Vesperkirche to go.

Essen und ein Segen zum Mitnehmen

Alte, Junge, Alleinerziehende, Menschen, die sich einsam fühlen oder Personen mit geringem Einkommen – sie alle sind im katholischen Gemeindehaus in Ellwangen willkommen. Jeder Besucher bekommt dann eine Tüte mit Essen und einen Segen als Brief. Pfarrer Schuster freut sich, dass auch in diesem Jahr wieder viele Partner aus der Region mit dabei sind. So werden die Speisen von örtlichen Gastronomen zubereitet. Und auch bei den Verpackungen geht die Vesperkirche neue Wege: "Wir sind stolz, dass wir unsere Gerichte in nachhaltigen Verpackungen aus Glas anbieten können. So kommen wir auch unserer ökologischen Verantwortung nach“, sagt Pfarrer Schuster.

Corona-Verordnung lässt Vesperkirchen zu

In anderen Städten Baden-Württembergs finden in den kommenden Wochen Vesperkirchen mit Begegnungen und Gottesdiensten statt. In Ellwangen hingegen hat sich Pfarrer Martin Schuster dagegen entscheiden. Hauptgrund: Sie möchten ihre Besucher nicht kontrollieren, ob sie 3G oder 2G erfüllen. Niemand der Hilfe, einen Segen oder eine Mahlzeit braucht, soll abgewiesen werden.

Autor: Marc Adler
Bild: Evangelische Landeskirche in Württemberg / Monika Johna
Stand: 05. November 2021, 17:00 Uhr