Temposünder und Falschparker zahlen ab sofort mehr

211108 Bussgeld ohne Text

Nach dem der letzte Bußgeldkatalog wegen eines Formfehlers überarbeitet werden musste haben sich die Verkehrsminister der Länder auf neue Bußgelder geeinigt. Ab Dienstag treten die Änderungen in Kraft: Nicht nur Rasen und Falschparken werden künftig deutlich teurer.

Bußgelder fürs Rasen fast verdoppelt

Wer innerorts künftig mindestens 10 km/h zu schnell unterwegs ist zahlt ab Dienstag nicht mehr 15, sondern 30 Euro. Und ab 11 km/h zu viel auf dem Tacho sind es sogar schon 50 Euro. Gleich bleiben hingegen die Kriterien für die Vergabe von Punkten: Den ersten Punkt gibt’s innerorts schon mit 21 km/h zu viel. Und ihren Führerschein müssen Autofahrer ab 26 km/h zu viel abgeben. Dann allerdings erst mal nur für einen Monat.

Auch Falschparken kann Punkte bringen

Und auch die Bußgelder fürs Falschparken erhöhen sich spürbar. Wer bisher im Halteverbot geparkt hat musste nur 15 Euro Strafe zahlen. Im neuen Bußgeldkatalog sind es schon 55 Euro. Wer auf Geh- oder Radwegen parkt, zahlt ab sofort 55 statt 20 Euro und bekommt einen Punkt. Wenn dadurch jemand behindert oder gefährdet wird, wird es deutlich teurer. Bis zu 100 Euro sind dann fällig.

Auch das Parken in zweiter Reihe hat bisher 20 Euro gekostet und erhöht sich jetzt auf 55. Mit Behinderung, Gefährdung oder gar Sachbeschädigung wird es teurer - bis 110 Euro, auch hier droht ein Punkt.

Erstmals müssen Autofahrer auch fürs Parken auf einem Parkplatz für E-Autos oder bei Carsharing-Stellplätzen zahlen, wenn sie dort nicht stehen dürfen.

Neue Strafen im Bußgeldkatalog

Neben den Verschärfungen bei den Bußgeldern haben es aber auch neue Regeln in den Katalog geschafft. Wer keine Rettungsgasse bildet muss mit mindestens 200 Euro Strafe und einem Monat Fahrverbot rechnen.

Der Automobilclub ADAC begrüßt die neuen Bußgelder. Diese seien ein gutes Mittel gegen Raserei, heißt es dazu vom Verband.
Die strengeren Richtlinien bei den Fahrverboten habe es hingegen nicht in den Katalog geschafft.

Autor: Marc Adler/Tobias Zimmermann/Teresa Dapp, dpa
Bild: Symbolbild Tim Reckmann / pixelio.de
Stand: 09. November 2021, 5:00 Uhr