BaWü: Das gilt ab Mittwoch in Corona-Alarmstufe II

211123 Neue Regeln ohne Text

Das Land Baden-Württemberg reagiert auf die steigenden Corona-Zahlen mit schärferen Maßnahmen. Ab Mittwoch, 24. November, gilt dann Alarmstufe II. Diese sieht unter anderem weitere Einschränkungen für Ungeimpfte vor, wie zum Beispiel nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Mit der Alarmstufe II kommt aber auch 2G-Plus. Heißt: Geimpfte müssen sich dann wieder verstärkt testen lassen. Alle neuen Regeln hier im Überblick:

Was ist die neue Alarmstufe II?

Bisher gab es in Baden-Württemberg ein dreistufiges System, bestehend aus Basis-, Warn- und Alarmstufe. Jetzt kommt eine vierte Stufe dazu, die neue Alarmstufe II. Diese gilt ab einer landesweiten Intensivbetten-Auslastung von 450 Corona-Patienten ODER ab einer 7-Tages-Hospitalisierungsinzidenz von 6. Weil dem Landesgesundheitsamt schon am Montag (22. November) 489 Corona-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen gemeldet wurden und es weiterhin von steigenden Infektionszahlen ausgeht, gelten die Regeln der Alarmstufe II ab morgen.

Hier gilt ab jetzt 2G(-Plus)

2G-Plus gilt in der Alarmstufe II bei Veranstaltungen, auf Weihnachtsmärkten, bei Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen, in Prostitutionsstätten und Diskotheken. Das heißt, Geimpfte oder Genesene brauchen jetzt immer zusätzlich einen negativen Antigen-Schnelltest oder einen PCR-Test. In Theater, Oper, Kino und Konzert gilt dasselbe. Zudem sind Besucher verpflichtet, Masken zu tragen.
In der Alarmstufe II gilt für Veranstaltungen eine Kapazitätsgrenze von 50 %. In Hotels gilt für touristische Übernachtungen bereits ab der Alarmstufe 2G, bei geschäftlichen Übernachtungen allerdings 3G.
In Restaurants und Kantinen gilt weiterhin, wie auch schon in der ersten Alarmstufe 2G im Innenbereich und 3G im Außenbereich.
Beim Friseur gilt weiterhin 3G. Die Getesteten brauchen aber einen negativen PCR-Test, ein Schnelltest reicht nicht aus.

Ausgangsbeschränkungen in Hotspot-Regionen

In den Stadt- und Landkreisen, die eine 7-Tage-Inzidenz von mehr als 500 haben, gelten zwischen 21 und 5 Uhr Ausgangsbeschränkungen für Nichtgeimpfte und Nichtgenesene. Bei uns in der Region trifft das in der Stadt Heilbronn sowie den Landkreisen Heilbronn, Hohenlohe, Ostalb und Heidenheim zu. Ausnahmen gibt es beim Vorliegen triftiger Gründe, wie zum Beispiel zur Berufsausübung oder zum Besuch von Ehegatten oder Lebenspartnern.

In solchen Hotspot-Regionen gilt im Einzelhandel 2G. Ausgenommen davon sind Geschäfte der Grundversorgung wie Supermärkte.

Ausnahmen für Schüler

Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 17 Jahren erhalten bis voraussichtlich kurz nach Weihnachten mit ihrem Schülerausweis Zutritt, wo sonst 2G/3G gilt. Ausnahmen für Schülerinnen und Schüler gelten nicht in Discos – auch sie müssen 2G-Nachweise vorlegen, in der Alarmstufe II gilt 2G plus. Bei volljährigen Schülerinnen und Schülern reicht der Schülerausweis vorlegen nicht mehr aus. Für sie gelten die gewöhnlichen 2G- bzw. 3G-Zutrittsregelungen.

Was gilt im Fußballstadion?

Volle Stadien wird es zunächst nicht mehr geben. Die Besucherzahlen bei Großveranstaltungen werden wieder beschränkt. Die Vereine dürfen nur die Hälfte ihrer Kapazität nutzen. Die Obergrenze liegt bei 25 000 Zuschauer. Auch hier gilt, dass Geimpfte und Genesene zusätzlich einen Test brauchen.

Was muss ich in Bussen und Bahnen beachten?

Wer U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse nutzen will, muss von diesem Mittwoch an einen 3G-Nachweis dabei haben. Mitfahren kann nur, wer geimpft, genesen oder getestet ist. Das gilt aber nicht nur im Südwesten, sondern deutschlandweit. Schülerinnen und Schüler und Kinder unter sechs Jahren sind hier ausgenommen.

Eine weitere bundesweite Neuregelung ist die 3G-Regel am Arbeitsplatz.

Autor: Tobias Zimmermann mit Material der dpa
Stand: 23. November 2021, 16:15 Uhr