Ba-Wü: Corona-Alarmstufe ab Mittwoch

2021 Alarmstufe ohne Text2

Seit Wochen kennen die Corona-Fallzahlen in Baden-Württemberg nur eine Richtung: Sie steigen, und das ziemlich deutlich. Am gestrigen Montag hat das Land zum ersten Mal bei der Intensivbettenbelegung mit Corona-Patienten den nächsten Grenzwert von 390 überschritten. Aktuell (Stand Montag) liegen 409 Covid-Patienten auf den Intensivstationen. Das Sozialministerium geht nicht mehr davon aus, dass die Zahlen zurückgehen werden. Sollte auch heute (Dienstag) der Grenzwert überschritten sein, dann gilt am Morgen (Mittwoch) die Corona-Alarmstufe in Baden-Württemberg.

Lockdown für Ungeimpfte

Vereinfacht gesagt ändert sich für Geimpfte oder Genesene wenig. Wer hingegen keine Impfung hat, der muss sich auf strengere Corona-Richtlinien einstellen. In vielen Bereichen des täglichen Lebens gilt dann eine strenge 2G-Regelung: Ungeimpfte haben demnach keinen Zugang zu Restaurants, bei Veranstaltungen, in Bäder und Saunen, zu Kursen der Volkshochschulen oder zu Messen. Auch bei privaten Treffen müssen sich Ungeimpfte einschränken. Künftig darf sich ein Haushalt nur noch mit einer ungeimpften Person treffen. Im Einzelhandel hingegen gilt eine 3G-Regelung: Nicht-Geimpfte haben nur mit einem negativen Test zutritt. Ausgenommen sind Geschäfte der Grundversorgung, wie z. B. Supermärkte.

Maskenpflicht wieder in den Schulen

Auch in den Schulen wird sich durch die Alarmstufe einiges ändern. Bisher mussten die Schüler nur auf den Gängen und zwischen den Tischen Masken tragen. An den jeweiligen Plätzen hingegen konnten sie die Maske wieder abnehmen. Das ändert sich jetzt. In der Alarmstufe müssen die Schüler ihre Maske jetzt wieder am Platz tragen. Das Ganze gilt unabhängig von Raumluftfiltern oder anderen Lüftungskonzepten.

Ausnahmen von der 2G-Regelung

Nicht betroffen von der 2G-Regelung und der PCR-Testpflicht sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die regelmäßig in der Schule getestet werden. Und auch Schwangere oder Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen dürfen, sind von den Regelungen der Alarmstufe ausgenommen.

Maßnahmen enden bei sinkenden Zahlen

Laut der Corona-Verordnung des Landes gelten die Regeln so lange, bis an fünf Werktagen hintereinander der Grenzwert auf den Intensivstationen wieder unterschritten wird. Dann gelten wieder die Regelungen der Warnstufe. Angesichts steigender Fallzahlen geht das Landesgesundheitsministerium aber nicht davon aus, dass noch in diesem Jahr wieder die Warnstufe gilt.

Die aktuelle Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg findet ihr hier:
Regeln auf einen Blick (Externer Link)

Autor: Marc Adler
Foto: Symbolbild
Stand: 16. November 2021, 11:00 Uhr