Baden-Württemberg will Corona-Regeln nicht verschärfen

Stand: 27. September 2022, 11:30 Uhr
Autor: Tobias Zimmermann mit Material der dpa
Foto: Symbolbild

Virus BW

Obwohl die Zahlen von Corona-Erkrankungen wieder steigen, will das Land Baden-Württemberg seine Pandemie-Maßnahmen nicht verschärfen. Das Kabinett hat am Dienstag in Stuttgart eine neue Corona-Verordnung beschlossen. Diese sieht vor, dass die aktuell im Land geltenden Regelungen ab Oktober weitgehend beibehalten und lediglich an das neue Infektionsschutzgesetz des Bundes angepasst werden. Demnach wird es in Baden-Württemberg vorerst keine Maskenpflicht in Restaurants und Geschäften geben.

Gesundheitsminister Manne Lucha hatte aber vor kurzem weitere Regeln in Aussicht gestellt, falls sich die Infektionslage im Herbst und Winter erheblich verschlechtern sollte. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Montag bei 273,6, in der Vorwoche noch bei 187,1.

Der Bund hat für den Herbst und Winter Regeln für den Umgang mit der Pandemie beschlossen. So gilt zum Beispiel in ganz Deutschland eine Maskenpflicht in Fernzügen, Kliniken und Arztpraxen. Die Länder können darüber hinaus auch in Restaurants und anderen Innenräumen wieder das Tragen von Masken vorgeben. Lockdowns, Betriebs- oder Schulschließungen soll es nicht mehr geben.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte vor einer Woche verkündet, dass er das Land im „Übergang von der Pandemie zur Endemie“ sehe. Eine Überlastung der Kliniken sei derzeit nicht zu befürchten, da die neuen Omikron-Varianten zwar ansteckend seien, aber nicht zu gravierenden Erkrankungen führten. Das bedeute, dass er „vom "Team Vorsicht“ ins „Team Liberalisierung“ wechseln könne. „Bei einer Endemie sind die Leute wieder selbst für sich verantwortlich. In der Phase sind wir.“