Beim Brand eines Wohnhauses in Gelbingen bei Schwäbisch Hall haben zwei Nachbarn Zivilcourage bewiesen. Oliver Fackler und Marvin Bürkle halfen einem Bewohner vom Balkon und hielten die Flammen von einer Scheune fern, bis die Feuerwehr eintraf. Oberbürgermeister Daniel Bullinger empfing die beiden am Freitag, um sich zu bedanken.
Die Feuerwehr wurde am Sonntag, 11. Oktober, um 8:31 Uhr alarmiert. Beim Eintreffen standen Erdgeschoss und erstes Obergeschoss des Hauses bereits im Vollbrand. Die Flammen drohten auf eine angrenzende Scheune und den Dachbereich überzugreifen.
Die Nachbarn handelten sofort: Sie setzten den Notruf ab, hatten Rauch bemerkt und Hilferufe gehört. Von den zwei Bewohnern konnte einer das Haus selbstständig verlassen, der andere sprang vom Balkon und wurde dabei von den Nachbarn unterstützt. Anschließend rollten sie Gartenschläuche aus und löschten im Rahmen ihrer Möglichkeiten, um zu verhindern, dass das Feuer die Scheune erreichen konnte. Dank des beherzten Eingreifens mussten die Bewohner bloß ambulant behandelt werden.
Das Haus ist unbewohnbar, beide Geschosse sind vollständig ausgebrannt, auch persönliche Gegenstände und Dokumente wurden zerstört. Die Betroffenen sind privat untergekommen, der Ortsvorsteher hilft bei der Wohnungssuche. Einsatzleiter Bernd Feuchter lobt die Nachbarschaft: Anwohner boten den Einsatzkräften Kaffee, Getränke und Toiletten an.
Die Feuerwehr stuft das Verhalten der Nachbarn als außergewöhnlich couragiert ein. Sie hätten maßgeblich dazu beigetragen, den Brand von der Scheune fernzuhalten. Der Oberbürgermeister dankte allen Einsatzkräften und überreichte den beiden Helfern ein Geschenk.