Mehr Platz für Kunst und eine deutliche Warnung vor Angriffen auf die Kunstfreiheit: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat gemeinsam mit Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir die erweiterte Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall eingeweiht.
Steinmeier warnte bei diesem Anlass vor einem neuen Kulturkampf, der mit nationalistischer Engstirnigkeit die Freiheit der Kunst einschränken könnte. Als Beispiel nannte er das Bauhaus in Dessau, das um seine Zukunft fürchte. Kunst sei Ausdruck von Menschlichkeit, Individualität und unabhängigem Denken. Nach rund drei Jahren Umbau stehen der Kunsthalle jetzt 3.200 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung – 600 mehr als zuvor.
Für die Öffentlichkeit steht die Kunsthalle ab Freitag bereit, mit einer Ausstellung des Künstlers Anselm Kiefer. Bis Sonntag läuft das Eröffnungswochenende noch mit kostenlosen Führungen. Der Eintritt ist auch abseits vom Eröffnungswochenende frei.