Die Sicherheitslage im Main-Tauber-Kreis zeigt ein gemischtes Bild: Während einige Deliktbereiche rückläufig sind, gibt es in anderen deutliche Anstiege. Diese Bilanz stellten Vertreter des Polizeipräsidium Heilbronn gemeinsam mit Landrat Christoph Schauder vor.
Insgesamt wurden im Jahr 2025 5611 Straftaten registriert – etwas weniger als im Vorjahr. Dennoch liegt die Kriminalitätsbelastung mit 4213 Fällen pro 100.000 Einwohner leicht über dem Landesdurchschnitt. Gleichzeitig sank die Aufklärungsquote leicht auf 57,7 Prozent.
Polizeipräsident Frank Spitzmüller sprach von einem weiterhin „kurzen Draht“ zwischen Polizei und Kreisverwaltung. Auch Schauder lobte die enge Zusammenarbeit und die sichtbare Präsenz der Polizei in der Fläche.
Deutlich positiv entwickelte sich die Zahl der Wohnungseinbrüche, die von 54 auf 30 Fälle zurückging – ein Spitzenwert im Zuständigkeitsbereich des Präsidiums. Auch sogenannte Rohheitsdelikte wie Körperverletzung oder Raub nahmen leicht ab.
Sorgen bereitet hingegen der Anstieg bei der Partnergewalt, die von 143 auf 155 Fälle zunahm. Zudem wurden mehr Ladendiebstähle und Fälle von Widerstand gegen Polizeibeamte registriert. Laut Polizei sinkt insgesamt die Akzeptanz gegenüber polizeilichen Maßnahmen.
Auch im Straßenverkehr gibt es eine positive Tendenz: Die Zahl der Unfälle ging auf 3369 zurück. Polizeivizepräsident Markus Geistler sprach von einer „eigentlich sehr positiven Entwicklung“. Gleichzeitig kündigte er ein konsequentes Vorgehen gegen Raser und Poser an – bis hin zur Beschlagnahmung von Fahrzeugen bei besonders schweren Verstößen.