Voith plant massiven Stellenabbau: Bis zu 2.500 Jobs stehen weltweit auf der Kippe

10. Dezember 2025 , 08:58 Uhr

Der kriselnde Heidenheimer Maschinenbauer Voith will in den kommenden zwei Jahren weltweit bis zu 2.500 Stellen streichen – rund 10 Prozent der gesamten Belegschaft. Besonders die deutschen Standorte, darunter der Hauptsitz in Heidenheim, könnten laut Sprechern des Unternehmens überproportional betroffen sein, da hohe Energie- und Arbeitskosten, Bürokratie und ein ungünstiges Verhältnis von direkten zu indirekten Arbeitsplätzen die Standorte belasten, so Konzernchef Dirk Hoke in diversen Medienberichten.

Hintergrund der Einschnitte ist eine anhaltend schwierige Lage im Maschinenbau, massive Wettbewerbsprobleme sowie zuletzt deutliche Verluste: Im Geschäftsjahr 2023/24 rutschte Voith mit 247 Millionen Euro in die roten Zahlen. Der Konzern will Strukturen verschlanken, Prozesse vereinfachen und stärker in Innovation, Digitalgeschäft und Zukunftstechnologien investieren, um wieder wettbewerbsfähig zu werden. Konkrete Entscheidungen zu einzelnen Standorten stehen noch aus. In den kommenden Wochen sollen Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern beginnen.

Entlassungen Job Verlust Voith Wirtschaft

Das könnte Dich auch interessieren

01.04.2026 Knorr-Werk in Heilbronn bekommt neuen Eigentümer Der britische Konzern Unilever trennt sich von seiner Lebensmittelsparte, um den Fokus mehr auf Kosmetikmarken zu setzen. Das soll den Gesamtumsatz steigern. Seit Jahren stand das Unternehmen unter Druck von Investoren, diesen Schritt zu gehen. Seine Lebensmittelmarken will er an den US-Gewürzhersteller McCormick verkaufen, darunter fällt auch das Heilbronner Traditionsunternehmen Knorr. Was genau die Übernahme 31.03.2026 Langzeiterkrankungen belasten Betriebe stark – Ostalb gesünder als der Bundesschnitt Im Ostalbkreis sorgen vergleichsweise wenige Krankheitsfälle für besonders viele Fehltage. Laut Gesundheitsbericht der AOK Ostwürttemberg dauern nur rund 3 Prozent der Krankmeldungen länger als sechs Wochen, verursachen aber fast 40 Prozent aller Ausfalltage. Insgesamt ist der Krankenstand 2025 leicht gesunken: Mit 5,9 Prozent liegt die Region unter dem Bundesdurchschnitt, aber knapp über dem Landeswert. Am 19.03.2026 Heidenheimer Unternehmen Hartmann setzt auf Wachstum Die Zollpolitik der USA und eine höhere Steuerlast haben im vergangenen Jahr für einen Gewinneinbruch beim Heidenheimer Unternehmen Hartmann gesorgt. Das Konzernergebnis des Medizinartikelherstellers sank im vergangenen Jahr um 42 Prozent auf 65,7 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2025 sei die Steuerquote auf ein normales Niveau zurückgekehrt und somit auch das Konzernergebnis.  Die CEO der HARTMANN 18.03.2026 Mulfinger Unternehmen „ebm-pabst“ tritt United Nations Compact bei Die ebm-papst Gruppe ist weltweit führender Hersteller von Ventilatoren und Motoren mit Hauptsitz in Mulfingen. Nun ist das Unternehmen freiwillig in die globale Gemeinschaft von mehr als 25.000 Unternehmen, die sich für verantwortungsbewusstes Handeln einsetzen, eingetreten. Der UN Global Compact ruft Unternehmen weltweit dazu auf, ihre Aktivitäten und Strategien an zehn anerkannten Prinzipien aus den