ver.di ruft die Beschäftigten der SWEG-Busbetriebe erneut zum Warnstreik auf, es ist bereits der fünfte in dieser Tarifrunde. Fahrgäste in Dörzbach und Lauda müssen sich heute und morgen auf Ausfälle einstellen.
Der Grund: ver.di wirft der SWEG vor, Verhandlungen über Schutz bei betriebsbedingten Kündigungen nach Neuausschreibungen zu verweigern. Betroffen wären rund 500 Beschäftigte, die bei einem Wechsel in neu gegründete Unternehmen unter einen anderen Tarifvertrag fielen und Ansprüche verlören. ver.di fordert einen Tarifsozialplan mit 8.000 Euro Abfindung pro Beschäftigungsjahr plus 30.000 Euro für Qualifizierung. Die SWEG hält solche Regelungen nach ver.di-Darstellung für nicht tariflich regelbar und sieht Arbeitgeber und Betriebsrat in der Pflicht.
Parallel laufen bundesweite Tarifverhandlungen zum Eisenbahntarifvertrag. ver.di fordert 6,5 Prozent mehr Entgelt, die Arbeitgeber bieten bei 26 Monaten Laufzeit eine Einmalzahlung von 270 Euro, 3 Prozent ab Dezember 2026 und 2 Prozent ab Januar 2028. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 16. November.
ver.di-Landesfachbereichsleiter Jan Bleckert erklärt: „Die Blockade jeglicher Verhandlungen durch die SWEG sucht ihresgleichen.“ Die Verantwortung für die Belastung der Fahrgäste trage allein die landeseigene SWEG. Sollte es keine Gesprächsbereitschaft geben, kündigt ver.di zeitnah weitere Streiks an.