Der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende des Unternehmens Ziehl-Abegg, Uwe Ziehl, ist am 6. Juni im Alter von 79 Jahren verstorben. Das teilten die Eigentümerfamilie, Aufsichtsrat, Vorstand und Belegschaft des Künzelsauer Unternehmens mit. Als Enkel des Firmengründers Emil Ziehl prägte er die Entwicklung des Familienunternehmens über Jahrzehnte maßgeblich.
Nach seinem Ingenieurstudium gründete Uwe Ziehl bereits 1967 die ZIEHL industrie-elektronik GmbH in Schwäbisch Hall. Später trieb er die Weiterentwicklung von Ziehl-Abegg zu einem weltweit tätigen Technologiekonzern für Ventilatoren, Elektromotoren und Regeltechnik entscheidend voran. Als wichtiger Meilenstein gilt die Zusammenführung der Familienanteile in einer gemeinsamen Holding, die den langfristigen Erfolg des unabhängigen Familienunternehmens sichern sollte.
Von 2005 bis 2020 stand Uwe Ziehl an der Spitze des Aufsichtsrats. In dieser Zeit setzte er auf Innovation, Qualität, hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie den Ausbau der eigenen Produktion. Dazu gehörte unter anderem die Fertigung von Kunststoffkomponenten im Gewerbepark Hohenlohe sowie der Ausbau des firmeneigenen Aluminiumgusses in Schöntal-Bieringen.
Der Vorstandsvorsitzende Joachim Ley würdigte Ziehl als prägende Unternehmerpersönlichkeit, die das Unternehmen mit klaren Entscheidungen und technischem Sachverstand nachhaltig geprägt habe. Bereits 2021 hatte Uwe Ziehl den Generationenwechsel vorbereitet und die Führung des Unternehmens an seine Kinder übergeben. Sein Sohn Dennis Ziehl ist seitdem Aufsichtsratsvorsitzender.
Heute beschäftigt Ziehl-Abegg weltweit rund 5.800 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro. Das Unternehmen mit Sitz in Künzelsau zählt zu den international führenden Herstellern in der Luft-, Regel- und Antriebstechnik.