Unternehmer Uwe Ziehl im Alter von 79 Jahren verstorben

09. Juni 2026 , 09:03 Uhr

Der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende des Unternehmens Ziehl-Abegg, Uwe Ziehl, ist am 6. Juni im Alter von 79 Jahren verstorben. Das teilten die Eigentümerfamilie, Aufsichtsrat, Vorstand und Belegschaft des Künzelsauer Unternehmens mit. Als Enkel des Firmengründers Emil Ziehl prägte er die Entwicklung des Familienunternehmens über Jahrzehnte maßgeblich.

Nach seinem Ingenieurstudium gründete Uwe Ziehl bereits 1967 die ZIEHL industrie-elektronik GmbH in Schwäbisch Hall. Später trieb er die Weiterentwicklung von Ziehl-Abegg zu einem weltweit tätigen Technologiekonzern für Ventilatoren, Elektromotoren und Regeltechnik entscheidend voran. Als wichtiger Meilenstein gilt die Zusammenführung der Familienanteile in einer gemeinsamen Holding, die den langfristigen Erfolg des unabhängigen Familienunternehmens sichern sollte.

Von 2005 bis 2020 stand Uwe Ziehl an der Spitze des Aufsichtsrats. In dieser Zeit setzte er auf Innovation, Qualität, hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie den Ausbau der eigenen Produktion. Dazu gehörte unter anderem die Fertigung von Kunststoffkomponenten im Gewerbepark Hohenlohe sowie der Ausbau des firmeneigenen Aluminiumgusses in Schöntal-Bieringen.

Der Vorstandsvorsitzende Joachim Ley würdigte Ziehl als prägende Unternehmerpersönlichkeit, die das Unternehmen mit klaren Entscheidungen und technischem Sachverstand nachhaltig geprägt habe. Bereits 2021 hatte Uwe Ziehl den Generationenwechsel vorbereitet und die Führung des Unternehmens an seine Kinder übergeben. Sein Sohn Dennis Ziehl ist seitdem Aufsichtsratsvorsitzender.

Heute beschäftigt Ziehl-Abegg weltweit rund 5.800 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro. Das Unternehmen mit Sitz in Künzelsau zählt zu den international führenden Herstellern in der Luft-, Regel- und Antriebstechnik.

Nachruf Tod Unternehmer Ziehl-Abegg

Das könnte Dich auch interessieren

28.10.2026 Bergsteiger aus Lauchheim stürzt im Himalaya in den Tod Ein 57-jähriger Bergsteiger aus Lauchheim im Ostalbkreis ist im Himalaya tödlich verunglückt. Der Mann hatte am Sonntag den 6.812 Meter hohen Ama Dablam in Nepal bestiegen. Beim Abstieg verschwand er am Montagmorgen aus einem Lager auf rund 6.100 Metern Höhe. Sein nepalesischer Bergführer hatte ihn offenbar nur kurz allein gelassen, um das eisige Gelände zu 25.09.2026 Neues zum Wollhaus-Raser: Er bleibt noch in Deutschland – vorerst Der wegen Mordes verurteilte sogenannte Heilbronner Wollhaus-Raser muss noch mehrere Monate Haft absitzen, bevor er abgeschoben wird. Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hatte zuletzt zwar den letzten Versuch des 24-Jährigen abgeschmettert, einer Ausweisung zu entgehen. Allerdings muss der verurteilte Fahrer nach einer Verwaltungsvorschrift mindestens die Hälfte seiner Haftstrafe absitzen. Im Falle des Wollhaus-Rasers wäre das bis zum 31.08.2026 Motorradfahrer stirbt nach Unfall – Wrack erst Stunden später entdeckt Ein 24-jähriger Motorradfahrer ist im Landkreis Schwäbisch Hall bei einem Unfall ums Leben gekommen. Eine Fußgängerin entdeckte das verunglückte Motorrad am Sonntagmorgen in einer Böschung im Wald zwischen Crailsheim-Goldbach und Kreßberg-Waldtann. Das Motorrad war von der Straße aus nicht zu sehen. Die Polizei geht davon aus, dass der Unfall bereits mindestens zehn Stunden zuvor passiert 12.08.2026 Ministerpräsident Cem Özdemir ruft dazu auf unsere Realität in der Klimakrise ernst zu nehmen Ministerpräsident Cem Özdemir fordert dazu auf, mit einem Blick auf den Thermometer unsere Realität in der Klimakrise endlich ernst zu nehmen. Am gestrigen Dienstag, den 11. August, hatte Özdemir dazu den führenden deutschen Hersteller für Klimatechnik, Ziehl Abegg, in Künzelsau besucht. „Wir sollten alles dafür tun, damit es nicht völlig außer Rand und Band läuft.