Umbau bei Varta wird mehrere Jahre dauern

09. Oktober 2023 , 13:07 Uhr

Der Unternehmenschef des kriselnden Ellwanger Batterieherstellers Varta sieht Anzeichen einer leichten Erholung. Im Juli und August habe es das erste Mal, seit er dabei sei, leicht steigende Prognosen der Kunden gegeben, sagte Vorstandssprecher Markus Hackstein dem „Handelsblatt“. „Wir wissen noch nicht, ob das anhaltend ist“, sagte der Manager.

Weltweit werden rund 800 Stellen gestrichen

Sorgen wegen Billigkonkurrenz aus Asien, eine Nachfrageflaute infolge der Verbraucherzurückhaltung und hohe Energie- und Materialkosten haben dem Unternehmen schwer zugesetzt. Varta sah sich im Frühjahr zu einem Umbau gezwungen und kündigte infolge eines Sparprogramms die Streichung von weltweit rund 800 Stellen an. Bereits im vergangenen Jahr war unter anderem wegen hoher Abschreibungen ein hoher Verlust angefallen.

Umbau dauert Jahre

„Wir sind mitten in einer Restrukturierung, die uns noch mehrere Jahre begleiten wird“, sagte der Varta-Chef. Das gehe nicht in ein paar Quartalen. Beim geplanten Stellenabbau sei das Unternehmen sehr weit. Dieser werde im nächsten Jahr abgeschlossen. Ziel sei es, auf eine Ertragslage von vor der Krise zurückzukommen und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen jenseits von 150 Millionen Euro zu erreichen. Das Ziel für 2023 liege bei 40 bis 60 Millionen Euro. Unter dem Strich werde Varta auch in diesem Jahr Verlust machen.

Batteriehersteller Entlassungen Markus Hackstein Umbau Varta

Das könnte Dich auch interessieren

30.01.2026 Heilbronn prüft Neckar auf Weltkriegsbomben Im Zweiten Weltkrieg wurde die Heilbronner Innenstadt massiv bombardiert. Die Suche nach verbliebenen Blindgängern begleitet bis heute jede Baumaßnahme, die in den Boden eingreift. Bei der geplanten Umgestaltung des Neckarufers zwischen der Friedrich-Ebert- und Götzenturmbrücke stellt die Suche nach Blindgängern ebenso eine Herausforderung dar. Der Gemeinderat hat nun 1,5 Millionen Euro bewilligt, um die erforderliche 10.12.2025 Voith plant massiven Stellenabbau: Bis zu 2.500 Jobs stehen weltweit auf der Kippe Der kriselnde Heidenheimer Maschinenbauer Voith will in den kommenden zwei Jahren weltweit bis zu 2.500 Stellen streichen – rund 10 Prozent der gesamten Belegschaft. Besonders die deutschen Standorte, darunter der Hauptsitz in Heidenheim, könnten laut Sprechern des Unternehmens überproportional betroffen sein, da hohe Energie- und Arbeitskosten, Bürokratie und ein ungünstiges Verhältnis von direkten zu indirekten 13.03.2026 Großes Glück in Baden-Württemberg: Zwei Lottogewinner in der Ton-Region Ein Lottospieler aus dem Main-Tauber Kreis hat in der letzten Eurojackpot-Ziehung am Dienstag mehr als 700.000 Euro abgeräumt. Er hatte auf seinem Spielschein fünf Richtige getippt und die korrekte Eurozahl angekreuzt. Mit einer weiteren richtigen Eurozahl hätte er den Millionenschweren Jackpot geknackt. Im Kreis Göppingen hat ein anderer Spieler außerdem knapp 237.000 Euro gewonnen. Beide 13.03.2026 Demonstration gegen Gewalt an Frauen in Schwäbisch Gmünd Am Samstag (14.03.2026) ab 11 Uhr wird der Wochenmarkt in Schwäbisch Gmünd anders aussehen als sonst. Dreißig Frauen werden paarweise durch die Innenstadt ziehen, und zwar schweigend und in weißen Brautkleidern. Diese Frauen stehen für die dreißig Frauen, die im vergangenen Jahr allein in Baden-Württemberg von ihrem (Ex-)Partner getötet wurden. Zugleich erinnert die Performance an