Schwerer Missbrauch an Minderjährigen vor dem Landgericht Ellwangen

23. April 2026 , 09:01 Uhr

Vor dem Landgericht Ellwangen muss sich derzeit ein 35-jähriger Islamgelehrter wegen schweren sexuellen Missbrauchs und Misshandlung von Minderjährigen verantworten. Der verheiratete deutsche Staatsbürger soll in einem Schülerwohnheim in Giengen an der Brenz gehandelt haben. Heute Als Zeugen sollen unter anderem ein Opfer mit einem Elternteil und auch eine Kriminaloberkommissarin gehört werden. Auch ein Gutachter soll aussagen. Insgesamt geht es um 26 Taten zwischen 2021 und 2024 in einem Wohnheim in Giengen an der Brenz.

Die Vorwürfe reichen von schwerem sexuellen Missbrauch bis hin zu Vergewaltigung und Körperverletzung. Als sogenannter Hoca – ein Religionsgelehrter, der Kinder im Koranlesen und arabischer Sprache unterrichtet – soll er seine Stellung als religiöse Autorität ausgenutzt haben, um die Opfer unter Druck zu setzen und zum Schweigen zu bringen. Der Lehrer gestand die meisten Taten.

Für den Prozess sind acht Verhandlungstage angesetzt worden, ein Urteil soll im Mai fallen.

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