Für den 1. FC Heidenheim wird die Lage im Tabellenkeller der Bundesliga immer bedrohlicher. Nach dem 0:1 beim FC Augsburg am Sonntagnachmittag wartet das Team von Trainer Frank Schmidt nun seit neun Spielen auf einen Sieg. Mit nur 13 Punkten nach 22 Spieltagen bleibt Heidenheim Schlusslicht – der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt sechs Zähler. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel hat noch kein Verein mit einer solchen Bilanz zu diesem Zeitpunkt die Klasse gehalten.
Dabei zeigte der FCH in Augsburg phasenweise einen engagierten Auftritt, belohnte sich aber erneut nicht. „Unfassbar bitter“, sagte Schmidt nach der Partie. Seine Mannschaft habe das Spiel kontrolliert, doch beste Chancen – unter anderem durch Jan Schöppner und Eren Dinkci – blieben wieder einmal ungenutzt. Stattdessen entschied ein verwandelter Foulelfmeter von Alexis Claude-Maurice (80.) die Partie zugunsten der Gastgeber.
Trotz der prekären Situation gibt sich der FCH kämpferisch. „Jeder von uns glaubt daran“, sagte Außenverteidiger Hennes Behrens. Doch die Realität ist ernüchternd: Neun sieglose Spiele in Serie, die schwächste Offensive und die schwächste Defensive der Liga, dazu ein wachsender Abstand ans rettende Ufer lassen die Hoffnung auf den Klassenerhalt zunehmend schwinden.