Quecksilber-Unfall in Hermaringen: Großeinsatz nach Austritt in Fabrik

29. April 2026 , 09:45 Uhr

Ein größerer Feuerwehr- und Rettungseinsatz hat sich bei einem Arbeitsunfall in Hermaringen im Landkreis Heidenheim ereignet. Bei Entsorgungsarbeiten trat rund 0,5 Liter Quecksilber aus, nachdem ein altes Gerät beim Verladen in einen Schrottcontainer beschädigt wurde. Der hochgiftige Stoff entwich dabei teilweise als Sprühwolke.

Drei Mitarbeiter kamen mit dem Gefahrstoff in Kontakt und erlitten leichte Verletzungen. Sie wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht, konnten dieses jedoch wenig später wieder verlassen. Der Gabelstaplerfahrer reagierte schnell, sicherte die Stelle ab und setzte den Notruf ab.

Zeitweise waren bis zu 100 Einsatzkräfte vor Ort, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Die Feuerwehr konnte große Teile des Quecksilbers binden und beseitigen. Eine Gefahr für die Bevölkerung oder Umwelt bestand nach Angaben der Einsatzkräfte nicht.

Allerdings müssen ein Gabelstapler und ein Schrottcontainer nun von einer Spezialfirma gereinigt werden, da noch Rückstände vorhanden sind. Um eine weitere Ausbreitung durch Regen zu verhindern, wurde die betroffene Stelle provisorisch überdacht.

Quecksilber gilt als hochgefährliches Schwermetall, das über Hautkontakt oder Dämpfe aufgenommen werden kann und schwere Schäden am Nervensystem, Gehirn und den Nieren verursachen kann.

Einsatz Feuerwehr Gift Industrieunfall Polizei Quecksilber

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