Vor dem Landgericht Heilbronn hat am Montag der Prozess gegen zwei Niederländer begonnen, die einen Sicherheitsdienstmitarbeiter in Tamm bei Ludwigsburg erschossen haben sollen. Den Angeklagten, beide Jahrgang 1998, wird gemeinschaftlicher versuchter Mord vorgeworfen.
Laut Anklage schossen die beiden Männer am 12. Mai 2025 im Auftrag Dritter mehrfach auf den Geschädigten. Dieser erlitt vier lebensbedrohliche Schussverletzungen – später musste ihm ein Unterschenkel amputiert werden. Bereits am Vorabend soll ein Anschlag gescheitert sein, weil die Waffe eine Ladehemmung hatte.
Der Fall ist Teil eines größeren Ermittlungskomplexes rund um einen Streit konkurrierender Security-Firmen. Die Sonderkommission „Frost“ untersucht weitere Vorfälle in der Region – darunter einen Autobrand und Schüsse in Ludwigsburg. In diesem Zusammenhang war auch ein Korruptionsskandal bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart aufgedeckt worden.