Die Unternehmen in Ostwürttemberg sehen bei der Energiewende weiterhin mehr Risiken als Chancen für ihre Wettbewerbsfähigkeit. Das zeigt das aktuelle Energiewende-Barometer der IHK Ostwürttemberg. Befragt wurden 64 Unternehmen, mehr als die Hälfte davon aus der Industrie.
Als größte Probleme nennen die Firmen fehlende Planungssicherheit und zu viel Bürokratie. Rund drei Viertel kritisieren fehlende Informationen und unklare energiepolitische Rahmenbedingungen, 60 Prozent sehen die Bürokratie als Hindernis. Auch hohe Energiepreise belasten den Standort: Fast die Hälfte der Unternehmen sieht dadurch bereits Nachteile für die Wettbewerbsfähigkeit.
Trotzdem investieren viele Betriebe weiter. Mehr als drei Viertel arbeiten an höherer Energieeffizienz, rund die Hälfte baut eigene Energieerzeugung auf. Die IHK fordert vor allem verlässliche Rahmenbedingungen, schnellere Genehmigungen und eine leistungsfähige Energie- und Netzinfrastruktur. Nur wenn sich die Transformation wirtschaftlich rechnet, könne die notwendige Investitionsbereitschaft erhalten bleiben.