Heilbronn rückt weiter ins Zentrum der europäischen Künstlichen Intelligenz: Beim Besuch der Digitalkonferenz TECH sowie des entstehenden IPAI CAMPUS am Montag haben Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir und Bundesdigitalminister Karsten Wildberger für mehr Tempo bei Digitalisierung und KI geworben. Özdemir bekräftigte dabei das Ziel, Baden-Württemberg zum führenden KI-Standort Europas zu machen. Dafür müsse Europa vor allem bei der praktischen Anwendung von KI aufholen und bürokratische Hürden abbauen.
Beim Besuch des IPAI-Campus lobte Özdemir das Projekt als „Kraftzentrum mitten in Europa“.
Auf dem rund 30 Hektar großen Gelände im Norden Heilbronns entstehen derzeit unter anderem der Mobility Hub, das Start-up & Innovation Center sowie ein Reallabor für neue Technologien. Ab 2028 soll der Campus schrittweise bezogen werden. Im Endausbau werden dort bis zu 5.000 Menschen rund um das Thema KI arbeiten.
Auch die Entwicklung der IPAI-Plattform schreitet voran. Nach Angaben des IPAI beteiligen sich inzwischen mehr als 130 Unternehmen und Forschungseinrichtungen an dem Netzwerk. Dazu zählen unter anderem SAP, Audi, Porsche, die Deutsche Telekom, Würth, und Fraunhofer.
Passend dazu kündigte der Bund auf der TECH-Konferenz zudem eine Innovationspartnerschaft mit Estland an. Das baltische Land gilt europaweit als Vorreiter bei Digitalisierung und digitalen Verwaltungsprozessen. Ziel ist es, von den Erfahrungen Estlands zu lernen und die Digitalisierung in Deutschland schneller voranzubringen.