Neuer Mundart-Dachverband in Baden-Württemberg will Dialekte retten

18. Juli 2023 , 10:05 Uhr

Um dem allmählichen Verschwinden der Mundart entgegenzuwirken, wurde in Stuttgart wurde ein Dachverband der Dialekte ins Leben gerufen. Zum Vorsitzenden wurde der Landrat des Landkreises Waldshut Martin Kistler (47, parteilos) gewählt, der sich schon seit Jahren für mehr Mundart in der Sprache einsetzt, berichten der Dachverband und das Landratsamt. Der Landrat sehe es als ehrenvolle Aufgabe an, den Dialekten in Baden-Württemberg und in Deutschland zu mehr Hör- und Sichtbarkeit zu verhelfen, hieß es in der Mitteilung. Der Dachverband werde jährlich mit 78.000 Euro vom Land gefördert.

Ziel des Verbands sei es, Dialekt in allen Schichten zu fördern. Das erklärte ein Sprecher des Grünen-Landtagsabgeordneten Markus Rösler, der als einer der Hauptinitiatoren der Verbandsgründung gilt. Vor allem bei jüngeren Menschen gehe Mundart immer mehr verloren. Man wolle die junge Generation über Social Media für Dialekte begeistern.

Der neue Dachverband der Dialekte Baden-Württemberg (DDDBW) will außerdem einen mit 50.000 Euro dotierten Mundartpreis ins Leben rufen. Der Preis werde aber frühestens ab dem nächsten Jahr kommen, so der Sprecher weiter. Wie er ausgestaltet werden soll, blieb zunächst offen. Zu den Mitgliedern des Dachverbands, der erst vergangenen Mittwoch offiziell gegründet worden ist, gehören den Angaben nach bisher etwa Mundart-Verbände aus Südbaden, Nordbaden und Schwaben.

„Das Image von Dialekten hat sich die letzten Jahre sehr positiv gewandelt“, meinen die Initiatoren. „Wir sind uns sicher, dass wir auch außerhalb Baden-Württembergs Partner zur Erhaltung dieser sympathischen Kulturschätze, nämlich unserer Dialekte gewinnen werden.“

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