Nach tödlichen Raserdelikten in Heilbronn und Ludwigsburg: Strobl fordert lebenslangen Führerscheinentzug

16. Februar 2026 , 08:29 Uhr

Zwei unbeteiligte junge Frauen sterben in Ludwigsburg bei einem illegalen Autorennen, das zwei Brüder mit umfangreichem Strafregister verursachen. In Heilbronn rast der sogenannte Wollhausraser mit 100 Kilometern in der Stunde in das Auto eines Familienvaters, der in den Trümmern umkommt. Trotz zahlreicher Verstöße hatten die Beteiligten in beiden Fällen ihre Führerscheine immer wieder zurückerhalten. Die Tendenz solcher illegalen Rennen nimmt weiter zu. Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl fordert nun deutlich schärfere Konsequenzen für notorische Temposünder.

Der aus Heilbronn stammende CDU-Politiker spricht sich dafür aus, besonders unbelehrbaren Rasern die Fahrerlaubnis auf Lebenszeit zu entziehen. „Lebenslänglich für lebensgefährlich“, so Strobl in Stuttgart. Der bisherige Strafrahmen reiche aus seiner Sicht nicht aus. Strobl sieht hier eine Gesetzeslücke und nimmt auch den Bund in die Pflicht. Auch Verkehrsminister Winfried Hermann fordert strengere Regeln und will zudem Fahrzeughalter stärker in die Verantwortung nehmen. Gerade mit Blick auf die tragischen Fälle in Heilbronn und Ludwigsburg müsse alles getan werden, um Wiederholungstäter dauerhaft aus dem Verkehr zu ziehen.

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