Nach Messerangriffen in Aalen: Gericht ordnet Unterbringung in Psychiatrie an

04. März 2026 , 09:17 Uhr

Das Verfahren um mehrere Messerangriffe in Aalen ist abgeschlossen. Die zuständige Kammer am Landgericht Ellwangen ordnete am Dienstag die Unterbringung des Angeklagten in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Ein ursprünglich geplanter weiterer Verhandlungstermin heute wurde damit aufgehoben.

Dem Mann waren unter anderem versuchter Mord und versuchter Totschlag vorgeworfen worden. Laut Anklage soll er am 31. Juli 2025 in der Aalener Galgenbergstraße einem Mann mit einem Messer in die Körperseite gestochen haben. Anfang August soll er in der psychiatrischen Abteilung der Virngrundklinik in Ellwangen mehrfach mit einem Messer auf einen Mitpatienten eingestochen haben. Mitte August wurde ihm zudem ein weiterer Angriff im ZfP Bad Schussenried vorgeworfen. In allen Fällen überlebten die Geschädigten, teils nur durch Gegenwehr und das Eingreifen Dritter.

Mit dem Urteil ist das Verfahren nun beendet. Die Unterbringung erfolgt nach den gesetzlichen Vorgaben für schuldunfähige oder erheblich verminderte Täter, wenn von ihnen weiterhin eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht.

Landgericht Ellwangen Messer Psychatrie schuldunfähig Stichverletzung versuchter Mord

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