Ein 46-Jähriger aus dem Kreis Heidenheim muss sich ab heute vor dem Landgericht Ellwangen verantworten. Per Livestreams soll er schweren sexuellen Missbrauch an Kindern auf den Philippinen gesteuert haben.
Die Ermittlungen begannen nach einem Hinweis aus den USA. 2013, 2014 und 2019 soll der Angeklagte über eine Livestream‑Plattform Geld an Täterinnen auf den Philippinen gezahlt haben. Die Frauen sollen daraufhin schwere sexuelle Handlungen an Mädchen im Alter zwischen vier und 13 Jahren vorgenommen haben. Die Übergriffe seien live an die Wohnadresse des Beschuldigten übertragen worden. Über eine Chatfunktion habe er die Art der Handlungen bestimmt.
Für den Prozess vor dem Landgericht Ellwangen sind drei Verhandlungstermine geplant. Dabei sollen zwei Kriminalbeamte als Zeugen vernommen und ein Sachverständiger angehört werden. Sollte der Mann verurteilt werden, droht ihmeine Haftstrafe von mindestens zwei Jahren.