Im Ostalbkreis sorgen vergleichsweise wenige Krankheitsfälle für besonders viele Fehltage. Laut Gesundheitsbericht der AOK Ostwürttemberg dauern nur rund 3 Prozent der Krankmeldungen länger als sechs Wochen, verursachen aber fast 40 Prozent aller Ausfalltage.
Insgesamt ist der Krankenstand 2025 leicht gesunken: Mit 5,9 Prozent liegt die Region unter dem Bundesdurchschnitt, aber knapp über dem Landeswert. Am häufigsten melden sich Beschäftigte wegen Atemwegserkrankungen krank. Die meisten Fehltage entstehen jedoch durch Rücken- und Muskel-Skelett-Erkrankungen, gefolgt von psychischen Erkrankungen.
Deutliche Unterschiede zeigen sich je nach Branche: Besonders hoch ist der Krankenstand im Bereich Verkehr und Transport, während Beschäftigte in Banken und Versicherungen am seltensten fehlen. Auch das Alter spielt eine Rolle – ältere Arbeitnehmer sind deutlich häufiger krank als jüngere.
Die AOK sieht vor allem bei langen Erkrankungen Handlungsbedarf. „Hier liegt ein enormes Potenzial für die betriebliche Gesundheitsförderung“, sagt Oliver Bayer. Ziel müsse es sein, lange Ausfälle zu vermeiden und die Gesundheit der Beschäftigten nachhaltig zu stärken.