Die Stadt Crailsheim wird die Landesgartenschau 2031 nicht ausrichten. Der Ministerrat von Baden-Württemberg entschied sich für eine andere Ersatzkommune, nachdem die ursprünglich vorgesehene Stadt Bretten abgesprungen war. Crailsheim hatte kurzfristig sein Interesse angemeldet, nachdem der Gemeinderat mehrheitlich signalisiert hatte, die Veranstaltung übernehmen zu wollen.
Oberbürgermeister Christoph Grimmer bedauerte die Entscheidung. Die Stadt hätte die Gartenschau gern genutzt, um mehrere Stadtentwicklungsprojekte zu bündeln und neue Freiräume zu schaffen. Geplant war unter anderem, Projekte wie das Paradeis-Quartier sowie Flächen am Jagstufer, in der Grabenstraße, im Spitalpark und in der Trutenbachaue miteinander zu verbinden – insgesamt rund 20 Hektar.
Trotz der Absage wertet die Stadt die Bewerbung als wichtiges Signal für die Stadtentwicklung. Bereits zuvor war Crailsheim im Landesprogramm „Natur in Stadt und Land“ als möglicher Standort für eine Landesgartenschau zwischen 2031 und 2036 im Gespräch gewesen. Auch wenn es diesmal nicht geklappt hat, sieht die Stadtverwaltung darin einen Impuls für die weitere Umsetzung der geplanten Projekte.