Handwerkskammer Heilbronn-Franken will mehr gegen Schwarzarbeit vorgehen

31. März 2026 , 09:42 Uhr

Die Handwerkskammer Heilbronn-Franken will ihr Vorgehen gegen Schwarzarbeit im Handwerk verstärken. Immer wieder gehen bei der Kammer Hinweise auf Betriebe ein, die ohne die erforderliche Eintragung tätig sind – sehr zum Ärger vieler regulärer Unternehmen.

Im vergangenen Jahr wurden in 48 Fällen Maßnahmen eingeleitet. Die Kammer stieß jeweils Untersagungsverfahren bei den zuständigen Behörden an. Zusätzlich wurden Bußgelder in Höhe von rund 62.800 Euro verhängt.

Hintergrund: Wer ein zulassungspflichtiges Handwerk betreibt, muss in die sogenannte Handwerksrolle eingetragen sein. Voraussetzung dafür ist in der Regel ein Meisterbrief oder eine gleichwertige Qualifikation. Ohne diese darf die Tätigkeit nicht angeboten werden.

Aus Sicht der Kammer führt Schwarzarbeit zu einer klaren Wettbewerbsverzerrung. „Betriebe ohne Eintragung können ihre Leistungen rund 25 Prozent günstiger anbieten. Das ist schlicht unfair“, sagt Martin Weiß, Leiter der Rechtsabteilung.

Die Verfolgung solcher Verstöße bleibt jedoch schwierig. Oft fehlen eindeutige Beweise, da Absprachen im Verborgenen stattfinden und häufig bar bezahlt wird. Zudem erschwert Personalmangel in den Behörden eine konsequente Kontrolle.

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