Geldautomaten-Sprengung in Offenau: Verdächtige festgenommen

25. Juni 2024 , 08:26 Uhr

Die mutmaßlichen Sprenger des Geldautomaten in Offenau wurden festgenommen und sitzen bereits in Holland im Gefängnis.

Bei der Rückkehr von ihrem jüngsten Coup in Offenau warteten schon niederländische Spezialeinheiten in einem Garagenhof in Boskoop (NL): Düsseldorfer und niederländische Ermittler haben eine Bande von fünf mutmaßlichen Geldautomatensprengern ermittelt und festgenommen. Den Männern werden seit 2020 insgesamt 21 solcher Taten im Bundesgebiet zugerechnet, davon neun in Nordrhein-Westfalen.  Dabei habe das Quintett im Alter von 30 bis 39 Jahren Beute in Millionenhöhe erzielt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag in Düsseldorf mit.

Danach sei der Tatwagen, ein Audi RS 6 mit 580 PS ohne Tempo-Abriegelung und ohne Airbags, über 300 Kilometer pro Stunde schnell, ins Visier der Ermittler gerückt. Weil die Niederländer an ihren Autobahnen ein Kennzeichen-Lesesystem verwenden, konnte der Wagen mit einer Reihe von Sprengungen in Verbindung gebracht werden.

Einer der festgenommenen Verdächtigen sei zudem wegen Geldautomatensprengungen bereits 2016 in Köln zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Bei der Festnahme habe der vorbestrafte Gangster aus dem Garagenhof zu entkommen versucht und sei von einem Polizeihund gestoppt und durch Bisse verletzt worden. Im Auto seien Sprengstoff, diverse Kennzeichen und dicke Bündel Bargeld entdeckt worden.

Gegen die Verdächtigen lägen europäische Haftbefehle wegen Herbeiführens von Sprengstoffexplosionen und schweren Bandendiebstahls vor. Ihnen drohen bis zu 15 Jahre Haft. Sie sollen nun an die deutsche Justiz ausgeliefert werden.

Geldautomatensprengung

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