Aus Unfallberichten, Videos und Verkehrsdaten automatisch neue Tests für autonomes Fahren erzeugen: Mit dieser Idee hat die Hochschule Aalen bei der europäischen AI-BOOST Challenge überzeugt. Das Projekt „TRACE“ brachte dem Team 28.500 Euro ein und sicherte ihm einen Platz unter den fünf Teams, die in die nächste Wettbewerbsrunde einziehen.
Hinter TRACE stehen die Hochschule Aalen und die Starwit Technologies GmbH. Das Forschungsteam „Human in Command“ um Prof. Dr. Doris Aschenbrenner steuert Methoden für vertrauenswürdige, menschlich kontrollierte KI bei. Entscheidungen des Systems sollen auf ihre Belege zurückführbar sein, unsichere Ergebnisse gehen gezielt an Fachleute. Starwit liefert eine quelloffene, kamerabasierte Verkehrserkennung, die Bewegungsdaten erfasst, wie sie in klassischen Unfallstatistiken oft fehlen. Die Technik ist bereits in München und Wolfsburg im Einsatz.
Wie geht es weiter? In der „Advance Phase“ arbeitet das Team fünf Monate an seinen Algorithmen und testet sie an echten Daten. Den Abschluss bildet eine Live-Demonstration in Brüssel. Das Siegerteam erhält 100.000 Euro, dazu gibt es zwei Sonderpreise à 12.500 Euro für Innovation und für verantwortungsvolle KI.
Aschenbrenner freut sich: „Ich bin stolz auf mein Team!“ Mit der Übertragung von Forschungsansätzen aus Maschinenbau und Produktion auf Verkehrsdaten könne man einen europaweiten Beitrag leisten und Aalen international vertreten. Starwit-CEO Anett Hübner erhofft sich neue Erkenntnisse für Verkehrsanalyse und autonomes Fahren.