Im Hohenlohekreis steigen die Behandlungszahlen von Hitze Patienten in den letzten fünf Jahren um durchschnittlich 13,4 Prozent.
Die Zahl der Tage mit extrem hohen Temperaturen hat sich seit den 1950er-Jahren fast vervierfacht und zeitgleich steigt die Zahl der Erkrankungen und Todesfälle infolge von Hitze kontinuierlich an.
Laut einer aktuellen Analyse des Robert Koch-Instituts (RKI) starben im Sommer 2023 schätzungsweise 3.100 und im Sommer 2024 rund 2.800 Menschen an hitzebedingten Ursachen. Hitze kann Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Atemwege oder der Nieren verschlimmern. Das Risiko während einer Hitzewelle an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben steigt um 11,7 Prozent.
Die Behandlungszahlen von Hitze-Opfern erhöhten sich von 2020 bis 2024 jährlich um 15,83 Prozent, von 2.877 auf 3.661. Die Kombination aus Hitzestress, Dehydration und der gleichzeitigen Einnahme von Schmerzmitteln ist besonders gefährlich. Vorerkrankte, alte Menschen und Schwangere zählen zu den am meisten gefährdeten Personengruppen. Es ist wichtig den Alltag an die Temperaturen anzupassen und sich zu schützen. Außerdem ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von zwei bis drei Liter pro Tag zu achten.