Busse bleiben stehen: SWEG-Fahrer streiken am Freitag schon zum vierten Mal

22. Oktober 2026 , 12:01 Uhr

Pendler bei Lauda und Dörzbach müssen sich am Freitag, 23. Oktober, auf Ausfälle einstellen. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der SWEG-Busbetriebe erneut zum Warnstreik aufgerufen.

Neben anderen Standorten im Südwesten sind bei uns Lauda und Dörzbach betroffen. Dort ist laut Verdi und SWEG mit einem weitgehenden Ausfall des Fahrdienstes zu rechnen. Anders als beim letzten Mal ist auch der Schienenverkehr nicht betroffen. Die SWEG bittet Fahrgäste, auf andere Verkehrsmittel auszuweichen oder Fahrten zu verschieben.

Warum wird gestreikt? Verdi wirft dem landeseigenen Unternehmen vor, Verhandlungen über Schutz bei betriebsbedingten Kündigungen nach Neuausschreibungen zu verweigern. Betroffen wären rund 500 Beschäftigte, die bei einem Wechsel in neue Gesellschaften Ansprüche verlieren könnten. Verdi fordert einen Tarifsozialplan mit 8.000 Euro Abfindung pro Beschäftigungsjahr plus 30.000 Euro für Qualifizierung. Der Arbeitgeber hält solche Regelungen für nicht tariflich regelbar und sieht Arbeitgeber und Betriebsrat in der Pflicht.

Parallel laufen bundesweite Tarifverhandlungen zum Eisenbahntarifvertrag. Verdi fordert 6,5 Prozent mehr Entgelt. Die Arbeitgeber bieten bei 26 Monaten Laufzeit eine Einmalzahlung von 270 Euro, 3 Prozent ab Dezember 2026 und 2 Prozent ab Januar 2028. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 16. November.

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