Anklage nach Schließfach-Coup in Güglingen: Beute weiter verschwunden

09. Juli 2026 , 09:18 Uhr

Nach dem Millionendiebstahl in einer Bankfiliale in Güglingen hat die Staatsanwaltschaft Heilbronn Anklage gegen zwei Tatverdächtige erhoben. Den 19 und 23 Jahre alten Männern wird vorgeworfen, im August 2025 gemeinsam mit weiteren Mittätern zahlreiche Bankschließfächer aufgebrochen und Wertgegenstände im Gesamtwert von mehr als drei Millionen Euro gestohlen zu haben.

Der jüngere Angeklagte soll als damaliger Bankmitarbeiter sein Insiderwissen genutzt haben, um sich Zugang zum Tresorraum zu verschaffen. Da er zur Tatzeit 18 Jahre alt war, wurde Anklage vor dem Jugendschöffengericht erhoben.

Dem 23-jährigen Mitangeklagten wird außerdem vorgeworfen, sich als Polizeibeamter ausgegeben zu haben. Zudem wurde bei ihm Falschgeld gefunden, weshalb ihm auch Geldfälschung zur Last gelegt wird.

Beide Männer sitzen seit ihrer Festnahme im Februar in Untersuchungshaft. Die gestohlene Beute ist trotz umfangreicher Ermittlungen bis heute verschwunden. Zudem prüft die Staatsanwaltschaft, ob die Angeklagten auch für weitere Diebstähle im Raum Heilbronn verantwortlich sind.

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