Agrarminister Hauk hält Nachbesserungen der Apel für unzureichend

05. Januar 2024 , 06:36 Uhr

Agrarminister Peter Hauk hält die angekündigten Nachbesserungen der Bundesregierung beim Agrardiesel und der Kfz-Steuer für unzureichend. Hauk sagte gestern in Stuttgart, die Landwirte hätten von der Ampel einen Vorschlag erwartet, der sie entlaste. „Jetzt liegt ein Angebot auf dem Tisch, das keinerlei Verbesserung bringt. Die Ampel versucht damit die Bauern zufriedenzustellen, das wird mit diesem Angebot aber nicht gelingen.“

Schlag ins Gesicht der Landwirte

Die Befreiung der Kfz-Steuer beizubehalten sei richtig, aber die Agrardieselbeihilfe dennoch stufenweise abzubauen zu wollen, sei nach wie vor ein Schlag ins Gesicht der Landwirte. „Die stufenweise Abschaffung der Agrardieselbeihilfe ist nichts anderes als ein Strukturbruch auf Raten.“ Der Agrardiesel sei in allen EU-Nachbarstaaten weiter zum Teil sogar erheblich steuerlich begünstigt, auch deshalb, weil es derzeit keine marktfähigen alternativen Antriebe für die Landwirtschaft gebe.

Aktionswoche ab Montag

Der Deutsche Bauernverband hat ab Montag zu einer Aktionswoche aufgerufen. Direkt am Montag wird es deswegen in den Region Ost-Württemberg und Heilbronn-Franken größere Streik-Aktionen geben. Vor allem am Morgen ist im Berufsverkehr mit starken Behinderungen auf vielen Bundesstraßen zu rechnen.

Aktionswoche Demo Diesel Landwirte Streik

Das könnte Dich auch interessieren

20.04.2026 Tarifabschluss ohne Streik beim Bahnunternehmen Arverio Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und das Bahnunternehmen Arverio haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt – ohne Streik. Die Einigung gilt unter anderem für Beschäftigte auf der Frankenbahn, Remsbahn und Murrbahn rund um Aalen. Die Mitarbeiter erhalten das Gehalt in zwei Schritten um insgesamt fünf Prozent – jeweils 2,5 Prozent ab November 2026 und 14.04.2026 Ver.di fordert fünf Prozent mehr Lohn für Abfallarbeiter im Ostalbkreis – Streiks drohen Im Ostalbkreis beginnen am Donnerstag die Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der Gesellschaft für Abfallbewirtschaftung (GOA). Die Gewerkschaft fordert für die rund 400 Beschäftigten Lohnerhöhungen von mindestens fünf Prozent oder 180 Euro – Auszubildende sollen 150 Euro mehr pro Monat erhalten. Die GOA hatte zuletzt eine positive Bilanz gezogen und angekündigt, weiteres Wachstum zu erwarten. Ver.di-Verhandlungsführerin Yvonne Baumann 09.04.2026 ver.di ruft zum Streik auf: ÖPNV bei Ulm betroffen ver.di ruft am kommenden Montag und Dienstag zum zweitägigen Warnstreik bei den Stadtwerken Ulm auf. Die Gewerkschaft rechnet damit, dass der öffentliche Nahverkehr in Ulm und Umgebung an diesen zwei Tagen weitestgehend ausfällt. „Wir sorgen jetzt für maximalen Druck, um am 16. April einen Tarifabschluss zu erreichen.“, so Friederike DeCoite, ver.di Verhandlungsführerin. Am Mittwoch, dem 16. 26.03.2026 Bundestag schnürt Spritpreispaket Der Bundestag hat nun ein Maßnahmenpaket beschlossen, um die stark gestiegenen Spritpreise zu bremsen. Kern des Gesetzesentwurfs, der jedoch zunächst noch den Bundesrat passieren muss: Tankstellen dürfen ihre Preise künftig nur noch einmal täglich erhöhen – und zwar um 12 Uhr. Preissenkungen bleiben dagegen jederzeit möglich. Ziel ist es, die teils starken und häufigen Preissprünge