Für den 1. FC Heidenheim wird die Lage im Abstiegskampf immer bedrohlicher. Nach dem 0:2 (0:1) im Kellerduell gegen den Hamburger SV wartet das Bundesliga-Schlusslicht seit acht Spielen auf einen Sieg und steht nach 21 Spieltagen bei nur 13 Punkten – sechs Zähler hinter Rang 15. Trotz der nächsten Enttäuschung spendeten die Fans in der Voith-Arena Applaus und stärkten dem Team demonstrativ den Rücken.
Trainer Frank Schmidt sprach von einer „Scheiß-Situation“ und einer „Scheiß-Niederlage“, betonte aber zugleich den Zusammenhalt im Verein. Kapitän Patrick Mainka hob die Unterstützung der Anhänger hervor, die auch in schwierigen Phasen hinter der Mannschaft stehen. Sportlich bleibt das größte Problem die Offensive: Mit nur 19 Toren stellt Heidenheim die schwächste Angriffsreihe der Liga. Gegen Hamburg vergaben die Gastgeber mehrere gute Chancen, während Ransford-Yeboah Königsdörffer (45.+3) und Rayan Philippe (78.) für den ersten HSV-Auswärtssieg der Saison sorgten.
Neun Punkte trennen Heidenheim nun vom HSV, der sich im Tabellenkeller etwas Luft verschafft hat. Doch aufgeben will beim FCH niemand. Verteidiger Marnon Busch kündigten an, im Kampf um den Klassenverbleib „bis zum letzten Tag“ alles zu geben. Die nächste Gelegenheit bietet sich am kommenden Sonntag beim FC Augsburg. Ein Sieg ist Pflicht.